Der
Satzbau im Türkischen unterscheidet sich wesentlich von dem im
Deutschen. An dieser Stelle möchten wir Sie nochmals an die
Regel des Satzbaus im Türkischen erinnern:
Deutscher
Satz: Subjekt - Prädikat - Objekt.
Türkischer
Satz: Subjekt - Objekt - Prädikat.
Wenn
Sie nun aber längere und komplexe türkische Sätze
untersuchen und übersetzen möchten, ist es bestimmt
hilfreich für Sie, den Bauplan für Sätze zu kennen,
die eine Vielzahl an Satzgliedern besitzen. Nun, zuerst finden Sie –
ganz zu Beginn des Satzes – die Adverbien der Zeit
(Temporaladverbien). Ihnen folgt das Subjekt des Satzes, dem wiederum
eine nähere Beschreibung (vielleicht durch ein Adjektiv, ein
Verbalnomen oder ein Partizip) vorangestellt sein kann. Hinter dem
Subjekt des Satzes, das üblicherweise im Nominativ steht, findet
man die Adverbien des Ortes (Lokaladverbien) oder die Adverbien der
Art und Weise (Modaladverbien). Danach finden Sie das Objekt (zuerst
das indirekte und dann das direkte Objekt – falls zwei solche
in einem Satz vorkommen sollten). Und ganz am Ende des Satzes steht
das Verb, das Prädikat.
Zum
besseren Merken und Verstehen finden Sie diesen Muster-Bauplan an
dieser Stelle als Merkregel aufgeschrieben:
Temporaladverb
+ Attribut zum Subjekt + Subjekt + Lokaladverb/Modaladverb +
indirektes Objekt + direktes Objekt + Prädikat.
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BEISPIELE
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Dün
caddedeki yeni kafede bir kutlama vardı.
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Gestern fand
im neuen Café hier in der Straße eine Feier statt.
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Daha
sonra Ayşe şehire aynı şekilde bisikleti ile
gidicek.
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Später
wird Ayse ebenfalls mit ihrem Fahrrad in die Stadt fahren.
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Anregung
zum Weiterüben:
Nehmen
Sie sich doch gleich mal die letzten Texte Ihres Sprachkurses vor,
lesen Sie diese nur auf Türkisch durch und versuchen Sie mit
Hilfe dieses Bauplanes eine Übersetzung anzufertigen.
Für
weitere Beschäftigung mit komplexen, türkischen Sätzen,
schauen Sie sich auch das nächste Kapitel an. Dort geht es um
die Verbindung von zwei Hauptsätzen.