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Griechisch – eine indogermanische Sprache

Die griechische Sprache gehört zur Familie der indogermanischen (oder indoeuropäischen) Sprachen.

Wenn Sie sich diese Sprachgruppe der indogermanischen Sprachen als Baum mit vielen Zweigen und Ästen vorstellen, bildet die griechische Sprache einen ganz eigenen Sprachzweig.
Andere Zweige des Stamms der indogermanischen Sprachen sind zum Beispiel die germanischen Sprachen (dazu gehören unter anderem Deutsch, Englisch und Schwedisch) oder die slawischen Sprachen (Russisch, Serbisch, Kroatisch, usw.).

Griechisch gilt als die älteste Sprache Europas, aus deren Ursprüngen sich Lateinisch und unser heutiges „deutsches Alphabet“ entwickelt haben.
Das heute gesprochene Neugriechisch kann man auf das im Jahr 2000 vor Christus gesprochenen „Urgriechisch“ zurück verfolgen.

Altgriechisch – Neugriechisch

Die bekannteste Unterscheidung im Griechischen ist zunächst einmal zwischen Alt- und Neugriechisch.

Feinere Untergliederungen unterscheiden zwischen dem Urgriechisch (ca. 2000 v. Chr.) und dem Frühgriechisch oder Mykenisch (ca. 17. - 12. Jhd. v. Chr.). Auf diese beiden Varianten folgte das Altgriechisch, das von ca. 800 bis 300 v. Chr. gesprochen wurde.
Etwa von 300 v. Chr. bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. entstand eine Art Gemeinsprache, die sogenannte „Koine“. Die Koine war eine Mischung aus den vielen verschiedenen Dialekten, die zu dieser Zeit in den Regionen Griechenlands gesprochen wurden.

Ab dem 7. Jahrhundert spricht man von „Mittelgriechisch“ und seit ca. 1500 n. Chr. hat sich die Sprache zum heutigen Neugriechisch entwickelt.

Bestimmt haben Sie schon von der „Odyssee“ oder der „Illias“ gehört oder diese Texte auch schon gelesen. Beide Epen werden dem Dichter Homer zugeschrieben und gelten als älteste Zeugnisse der abendländischen Literatur. Die Sprache dieser beiden Werke war aber kein tatsächlich gesprochenes Griechisch, sondern eine „plastische“ (Kunst-)Sprache.

Vielleicht fragen Sie sich gerade, was denn nun die Unterschiede zwischen Alt- und Neugriechisch sind, wenn diese beiden Sprachen so eine lange Tradition haben.

Das heutige Neugriechisch unterscheidet sich vor allem in der Aussprache sehr stark vom Altgriechischen. Denn geschrieben werden die meisten Worte auch heute noch so, wie vor vielen hundert Jahren.

Die Sprachwissenschaftler sind sich aber nicht einig, wie man das historische Altgriechisch genau ausgesprochen hat.
Bereits im 16. und 17. Jhdt. n.Chr. gab es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gelehrten, Reuchlin und Erasmus aus Rotterdam. Die beiden Gelehrten waren vollkommen unterschiedlicher Meinung, wie das klassische Altgriechisch zu seiner Zeit ausgesprochen worden ist. Im Westen hat sich in der Folge dieses Gelehrtenstreits die sogenannte „Erasmische Aussprache“ etabliert.
In Griechenland dagegen setzte sich die Aussprache durch, die Reuchlin verteidigte.

Noch heute finden Forscher Belege sowohl für die eine als auch für die andere Theorie. Aber es gibt viele literarische Hinweise (sogar in den Werken des römischen Politikers und Redners Cicero), die auf die Richtigkeit der Aussprache im heutigen Griechenland verweisen.
Schülern in Deutschland zum Beispiel wird eine andere Aussprache des Altgriechischen gelehrt, als Schülern in einer italienischen oder französischen Schule.

Trotzdem helfen Ihnen natürlich eventuell vorhandene Altgriechisch-Kenntnisse aus Schulzeiten beim Erlernen des heute gesprochenen Neugriechisch weiter.
Hinzu kommt, dass viele Wörter, griechischen Ursprungs sich bis heute in deutschen Ausdrücken erhalten haben. Vor allen im Bereich medizinischer Fachausdrücke und in den Wissenschaften (Philosophie, Philologie, Theologie, Mathematik, Physik, Chemie usw.) finden wir viele Wörter mit griechischen Wurzeln.

Hier sehen Sie eine kleine Übersicht über griechische Wörter, die sich noch heute in vielen Fremdwörtern im Deutschen finden.

Wörter griechischen Ursprungs im Deutschen
griechisches Ursprungswort Umschrift Bedeutung im Griechischen findet sich im Deutschen wieder in ...
ατμός atmos Dunst Atmosphäre
νάνος nanos Zwerg Nanowissenschaft, Nanometer
ρήτωρ rhetor Redner Rhetorik
δυσ- dis- schlecht Dysfunktion
ίδιος idios eigen Idiom, Idiot
φιλοσοφία filosofie Philosophie Philosophie
φύση phisi Natur Physis
θεολογία theologia Theologie Theologie

Dimotiki vs. Katharevousa (Volkssprache vs. Reinsprache)

1818 wurde der Begriff Dimotiki (Volkssprache) zum ersten Mal eingeführt und bis 1976 war das Leben in Griechenland stark von Zweisprachigkeit (Diglossie) geprägt.

Dimotiki, die natürlich entwickelte Volkssprache stand einer künstlichen, am antiken Griechisch orientierten Staatssprache gegenüber. Katharevousa, eine Sprachform, die stark am klassischen Altgriechisch und der Koine angelehnt ist, fand in der breiten Bevölkerung jedoch kaum Akzeptanz.

Nach langem Sprachstreit wurde 1976 Dimotiki offiziell als Amtssprache anerkannt. Katharevousa wird nur noch vereinzelt in Dokumenten der Kirche oder der Tageszeitung Estia verwendet. Dennoch fanden zahlreiche Ausdrücke und Wörter der Katharevousa Eingang in die Volkssprache Dimotiki, so dass das heutige Neugriechisch noch Erinnerungen an die Reinsprache in sich trägt.

Heute ist Griechisch die Muttersprache von weltweit ca. 20 Millionen Menschen. Offizielle Amtssprache ist Griechisch in Griechenland und Zypern.
Außerdem leben griechisch sprechende Menschen in den USA, in Australien, in der Türkei, in Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und in Großbritannien.

Jetzt haben Sie ja schon einen kleinen Überblick über die Sprachgeschichte und die Entwicklung des Griechischen. In einem nächsten Kapitel wollen wir Sie ganz gezielt sensibilisieren für die Schwierigkeiten, die deutsche Muttersprachler in der Regel haben, wenn sie beginnen Griechisch zu lernen.
Sie werden sehen, dieses Kapitel wird Ihnen gute Dienste leisten. Sie werden erfahren, welche Schwierigkeiten auf Sie zukommen und wir helfen Ihnen natürlich nach Kräften dabei diese zu bewältigen.


 

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Neugriechisch Grammatik:


1. Griechische Sprache

Sprachgeschichte
Schwierigkeiten f. Deutsche
Griechische Schrift
... Entwicklung
... Großbuchstaben
... Kleinbuchstaben
... Alphabet
Aussprache
... Vokale
... Konsonanten
Leseübung
Zungenbrecher
Betonung
Großschreibung
Satzzeichen
Kommasetzung
Abkürzungen

2. Substantive

Übersicht: Abkürzungen
Einführung
bestimmter Artikel
... Flexionsformen
unbestimmter Artikel
Substantive
gramm. Geschlecht
... erkennen
... Ausnahmen
Pluralbildung
... weibliche Substantive
... männliche Substantive
... sächliche Substantive
... Ausnahme männl. Subst.
... Ausnahme weibl. Subst.
... Ausnahme sächl. Subst.
... Übung
Fälle: Überblick
Nominativ
... Gebrauch
Genitiv: Singular
... Plural
... Gebrauch
Akkusativ: Singular
... Plural
... Gebrauch
Vokativ: Singular
... Plural
... Gebrauch
Sg.: Ausnahmen (m)
Pl.: Ausnahmen (m)
Sg.: Ausnahmen (f)
Pl.: Ausnahmen (f)
Sg.: Ausnahmen (n)
Pl.: Ausnahmen (n)
kein Dativ!

3. Adjektive & Adverbien

Überblick: Adjektive
1. Klasse: Singular
1. Klasse: Plural
2. Klasse: Singular
2. Klasse: Plural
3. Klasse: Singular
3. Klasse: Plural
4. Klasse: Singular
4. Klasse. Plural
5. Klasse: Singular
5. Klasse: Plural
6. Klasse: Singular
6. Klasse: Plural
Adjektiv: „viel"
Steigerung: Komparativ
Steigerung: Superlativ
Steigerung: Elativ
Unregelmäßige Steigerung
Gebrauch der Adjektive
Adverbien
Temporaladverbien
Lokaladverbien
Lokaladverbien
Kausaladverbien
Modaladverbien
Steigerung
unregelm. Steigerung
Gebrauch

4. Verbsystem

Überblick: Verbsystem
Infinitiv
Besonderheiten
"sein"
"haben"
Verbtypen
... im Aktiv
... im Passiv/Medial
... Übung
Genus Verbi
Stammformen/Aspekt
Präsensstamm
Präsens: Bildung Aktiv
... Bildung Passiv/Medial
... unregelmäßige Verben
... Gebrauch
Augment
Imperfekt: Grundlegendes
... Bildung Aktiv
... Bildung Passiv/Medial
... ήμουν
... είχα
... unregelmäßige Verben
... Gebrauch
Futur
Futur continuum: Bildung
... θα είμαι
... θα έχω
...Gebrauch
Aoriststamm
Aorist
... Bildung Aktiv
... Bildung Passiv/Medial
... unregelmäßige Verben
... Gebrauch
Perfekt
... Bildung Aktiv
... Bildung Passiv/Medial
... Gebrauch
Plusquamperfekt
... Bildung Aktiv
... Bildung Passiv/Medial
... Gebrauch
punktuelles Futur
... Bildung Aktiv
... Bildung Passiv/Medial
... Gebrauch
Futur II
Partizipien
Konjunktiv
... Aktiv
... Passiv/Medium
Imperativ
Bedingungssätze

5. Pronomen

Überblick
Personalpronomen
... starke Pers.pron.
... schwache Pers.pron.
... statt Dativ
... schwache Poss.pron
... starke Poss.pron
Demonstrativpronomen
Fragepronomen und Fragewörter
Relativpronomen
Indefinitpronomen
Definitpronomen
Reflexivpronomen
Reziprokpronomen

6. Satzbau

Überblick
einfacher Satz
erw. Satz: direktes Objekt
erw. Satz: indirektes Objekt
Verneinung
Fragen bilden
Bedinungssätze
indirekte Rede
Präpositionen
beiordnende Konjunktionen
unterordnende Konjunktionen
Interjektionen

7. Konversationswissen

Zahlen
... 1 bis 10
... 11 bis 20
... 21 bis 100
... ab 101
... flektierte Zahlen
Währung & Bezahlen
Uhrzeit
Datum
Wochentage
Monatsnamen
Jahreszeiten
Ordnungszahlen
Konversationswissen
Begrüßen & Verabschieden
Redewendungen
Nationalitäten
Familienverhältnisse
Notfälle
Reservierungen
Telefonieren
Schilder

 
 

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