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Die Flexionstypen der finnischen Substantive II: Grundform auf Konsonant

In dieser Gruppe endet die Grundform auf einen Konsonant. Im Flexionsstamm verändert sich dieser Konsonant.

Grundform auf -nen

Im Flexionsstamm wird diese Endung zu „se”.
Beispiele:
hevonen – hevosen (das Pferd – des Pferdes)
nainen – naisen (die Frau – der Frau)

Grundform auf kurzen Vokal + -s

Das „s” in der Grundform wird im Flexionsstamm zu „kse”. Das trifft auch auf Fremdwörter zu, die auf „s” enden.
Beispiele:
vastaus – vastauksen (die Antwort – der Antwort)
kysymys – kysymyksen (die Frage – der Frage)
harjoitus – harjoituksen (die Übung – der Übung)
kaktus – kaktuksen (der Kaktus – des Kaktus)

Grundform auf kurzen Vokal + -s

Bei diesem Typ von Nomen wird das „s” im Flexionsstamm zu dem Vokal, der dem vorangehenden Vokal entspricht. In anderen Worten: Der Vokal vor dem „s” wird verdoppelt.
Beispiele:
oppilas – oppilaan (der Schüler – des Schülers)
kauris – kauriin (der Steinbock – des Steinbocks)
taivas – taivaan (der Himmel – des Himmels)

Achtung:
Leider gibt es keine Regel wie man die Typen die auf kurzen Vokal und „s” enden unterscheiden kann, deswegen sollten Sie diese Beispielwörter am besten gleich auswendig lernen.

Grundform auf langen Vokal + s

Bei diesem Typ von Substantiv wird das „s” im Flexionsstamm zu „de”. (Achtung! Stufenwechsel!)
Beispiele:
rakkaus – rakkauden (die Liebe – der Liebe)
totuus – totuuden (die Wahrheit – der Wahrheit)
pahuus – pahuuden (die Boshaftigkeit – der Boshaftigkeit)

Grundform auf -n

Im Flexionsstamm wird „n” zu „me”.
Beispiele:
puhelin – puhelimen (das Telefon – des Telefons)
avain – avaimen (der Schlüssel – des Schlüssels)
elin – elimen (das Organ – des Organs)

Zu dieser Gruppe gehören nicht viele Substantive. Sie können diese drei Beispielwörter also einfach auswendig lernen.

Grundform auf -ton/-tön

Das „ton” bzw. „tön” aus der Grundform wird im Flexionsstamm zu „-ttoma” bzw. „-ttömä”.
Beispiele:
avuton – avuttoman (der Hilflose – des Hilflosen)
työtön – työttömän (der Arbeitslose – des Arbeitslosen)
peloton – pelottoman (der Furchtlose – des Furchtlosen)

Grundform auf -t

Das „t” in der Grundform wird im Flexionsstamm mit einem „e” ersetzt.
Beispiele:
olut – oluen (das Bier – des Bieres)

Fremdwörter auf Konsonant

Noch eine kleine Anmerkung zur Deklination von Fremdwörtern:
Wie Sie oben bereits erfahren haben, wird Fremdwörtern, die auf „s” enden, ein „kse” im Flexionsstamm angehängt.

Bei Fremdwörtern, die auf andere Konsonanten enden, wird ein „i” als Bindeglied eingefügt, da das Wort sonst zum Zungenbrecher wird. (Aber die meisten Fremdwörter im Finnischen enden sowieso auf „i”.)
Beispiele:
stadion – stadionin (das Stadion – des Stadions)

Ausnahmen

Zu der letzten Gruppe gehören einige Ausnahmen. Diese Substantive enden meistens auf „el” oder „en”. An den Flexionsstamm wird ein „e” angehängt.
Beispiele:
sävel – sävelen (die Note – der Note)
jäsen – jäsenen (das Mitglied – des Mitglieds)

Damit Sie leichter den Überblick über die verschiedenen Flexionsgruppen der Substantive behalten können, haben wir für Sie eine Übersichtstabelle mit den häufigsten Flexionstypen zum Ausdrucken zusammengestellt.


 

Inhaltsverzeichnis dieser Finnisch-Grammatik:



 
 
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