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Die 15 Fälle im Finnischen

Viele Lerner des Finnischen lassen sich von den vielen Fällen dieser Sprache abschrecken. Aber ganz so schlimm ist es doch nicht!

Im Finnischen gibt es 15 Fälle , die bei den Adjektiven, Pronomen, Substantiven und Zahlwörtern gebraucht werden. Diese 15 Fälle lassen sich in drei Gruppen unterteilen:

  • Zu den grammatischen Grundfällen im Finnischen gehören der Nominativ, der Genitiv und der Partitiv, das ist ähnlich wie im Deutschen auch. Sie drücken Beziehungen zwischen den einzelnen Satzgliedern aus.
    Beispiele:
    Lapsen isä – der Vater (Nom.) des Kindes (Gen.)
    Isä rakastaa lastaan. – Der Vater (Nom.) liebt sein Kind (Akk.)
    Isä ei juo kahvia. – Der Vater (Nom.) trinkt keinen Kaffee (Part.)
  • Der Inessiv, Elativ, Illativ, Adessiv, Ablativ und Allativ sind sogenannte Lokalfälle, die Ort oder Richtung im Finnischen ausdrücken. Stellen Sie sich also einfach vor, man würde eine Präposition hinten ans Substantiv ankleben.
    Beispiele:
    „Istun autossa.” – „Ich sitze im Auto.”
    „Työskentelen hotellissa.” – „Ich arbeite im Hotel.”
    „Ajan autolla.” – „Ich fahre mit dem Auto.”
    „Hotellilla on oma tenniskenttä.” – „Das Hotel hat einen eigenen Tennisplatz.”
  • Der Essiv, Translativ, Abessiv, Komitativ und Instruktiv gehören zu den sogenannten „marginalen” Fällen des Finnischen. Ihnen entsprechen im Deutschen Präpositionen wie „ohne”, „indem” oder „als”. Abessiv, Komitativ und Instruktiv kommen relativ selten vor im Finnischen.

Im nächsten Kapitel stellen wir Ihnen die Grundprinzipien der Deklination im Finnischen vor.


 

Inhaltsverzeichnis dieser Finnisch-Grammatik:



 
 
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