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Eine Besonderheit im Estnischen: der Stufenwechsel

Was Sie aus dem Deutschen so nicht kennen und was Ihnen am Anfang wahrscheinlich problematisch erscheinen wird, ist der „Stufenwechsel“ des Estnischen. Dabei geht es um ein Phänomen – als Resultat einer Entwicklung aus der urfinnischen Zeit –, in dem der Wortstamm sich sowohl in der Schrift als auch in der Lautung ändert.
Es betrifft die Konsonanten p, t und k und ihre Variationen bzw. die Kombinationen von p, t und k mit anderen Konsonanten (zum Beispiel: võileib, võileiva 'das Butterbrot, des Butterbrots'). Diesen Stufenwechsel sieht man bei den Substantiven am besten an der Genitivform. Deshalb wird in Wörterbüchern – wie in den Vokabellisten dieses Kurses auch – bei allen Substantiven die Genitivform mit angegeben.

Aber bei Wörtern anderer Wortarten kann man den Stufenwechsel ebenfalls beobachten. So beispielsweise beim Verb õppida 'lernen' – in seinen in Person und Numerus konjugierten Präsensformen wird das p nicht verdoppelt: õpin, õpid, õpib, õpime, õpite, õpivad.

Man spricht von quantitativem sowie von qualitativem Stufenwechsel.

Der qualitative Stufenwechsel trifft ein, wenn die Laute b, d, g, t, k oder s zu einem anderen Laut oder zu Ø gewechselt wird. (Anmerkung: Ø steht im Allgemeinen für 'nichts' in der Linguistik; in diesem Fall kann man es als ein „Nulllaut“ verstehen.)

Der quantitative Wechsel bezeichnet Fälle, in denen ein Vokal, Diphthong, Konsonant oder eine Konsonantenverbindung im Wortinneren steht und bei der Flexion zu einer Form geringerer Quantität (d. h. der Laut wird kürzer ausgesprochen) gewechselt wird.

Auch werden beim Stufenwechsel starke und schwache Stufen unterschieden. Die starke Stufe bezeichnet Fälle, bei denen die Quantitätsstufe höher ist – also ist die Lautform länger. Die schwache Stufe dagegen bezeichnet Fälle, bei denen die Quantitätsstufe niedriger ist – also ist da die Lautform kürzer.

Unser Tipp:
Am besten lernen Sie die Wörter mit Stufenwechsel auswendig.

Schon haben Sie den ersten Abschnitt zur estnischen Sprache geschafft! Im nun folgenden großen Abschnitt rücken wir die Wortart des Substantivs in den Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit. Sie werden die unterschiedlichen Deklinationstypen, die Pluralbildung und alle Fälle des estnischen Substantivs kennenlernen.


 

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Estnisch Grammatik:


1. Estnische Sprache

Grundwissen: Estnisch
Aussprache und Orthographie
Alphabet
Stufenwechsel

2. Substantive

Grundwissen: Substantive
Deklinationstypen
Numerus
... Singular
... Plural
Überblick: Numerus
Kasus
... Nominativ
... Genitiv
... Partitiv
... Inessiv
... Elativ
... Illativ
... Adessiv
... Ablativ
... Allativ
... Essiv
... Abessiv
... Komitativ
... Translativ
... Terminativ
Überblick: Kasus
Lokalkasus

3. Adjektive & Adverbien

Grundwissen: Adjektiv
... Steigerung
... Ausnahmen
Grundwissen: Adverb
... Temporaladverb
... Modaladverb
... Lokaladverb
... Steigerung

4. Verbsystem

Grundwissen: Verb
Infinitiv
Partizip
Konjugationsklassen
Präsens
... Verneinung
Präteritum
... Verneinung
Perfekt
... Verneinung
Plusquamperfekt
... Verneinung
Futur
Imperativ
... nützliche Ausdrücke
Konditional
omama 'haben'
... Verneinung
olema, olla 'sein'
... Verneinung

5. Pronomen

Grundwissen: Pronomen im Estnischen
Estnische Personalpronomen
Estnische Reflexivpronomen
Estnische Demonstrativpronomen
Estnische Interrogativpronomen
Estnische Relativpronomen
Estnische Indefinitpronomen
Estnische Possessivpronomen

6. Satzbau

Grundwissen: Satzbau im Estnischen
Estnische Präpositionen & Postpositionen
Konjuktionen im Estnischen

7. Konversationswissen

Die estnischen Zahlen
Nützliche Ausdrücke
'auch'
Grüße und Wünsche
Sich entschuldigen
Nationalitäten
Monate und Jahreszeiten
Wochentage
Windrose
Uhrzeiten
Familie
Notfall und Krankheit
Zimmer buchen
Höflicher Umgang

 
 

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